Arbeitsgruppe Evolution und Biodiversität

Hereon Summer School in Geesthacht Oktober 2025

30.10.2025|12:05 Uhr

Vom 19.–29. Oktober hatte ich, Marcellina Rola, die Gelegenheit, an der „Hereon Summer School“ in Geesthacht teilzunehmen, organisiert vom Helmholtz-Zentrum Hereon. Zehn Tage lang kamen dort Doktorand*innen und Postdocs aus aller Welt zusammen, um sich intensiv mit Treibhausgasen (GHGs) in marinen Küstenregionen auseinanderzusetzen (mit Fokus auf ästuarine Systeme)– insbesondere mit Blick auf die Auswirkungen des Klimawandels auf deren Dynamik und Austauschprozesse.

Geesthacht liegt an der Elbe – einem Schlüsselstandort, da der Fluss hier zunehmend unter marinen Einfluss gerät (Tidehub, steigender Salzgehalt) und sich zum Ästuar entwickelt. Genau solche Übergangszonen reagieren besonders sensibel auf klimabedingte Veränderungen wie Temperaturanstieg, veränderte Niederschlagsmuster oder Meeresspiegelanstieg. Gleichzeitig stehen sie unter starkem anthropogenem Druck: Angrenzende Industriegebiete, Abwassereinleitungen sowie Einträge aus der Agrarwirtschaft beeinflussen Nährstoffverfügbarkeit, Stoffkreisläufe und damit auch die Produktion und Emission von Treibhausgasen.

Der Fokus der Summer School lag daher auf den GHG-Fluktuationen am Beispiel der Elbe und auf der Frage, wie sich das Zusammenspiel von Klimawandel und menschlichen Einflüssen auf biogeochemische Prozesse in Ästuaren auswirkt – und welche Rolle diese Küsten- und Übergangsregionen künftig im globalen Treibhausgas-Kreislauf spielen werden.n könnten.

Ein Highlight war die Exkursion nach Hamburg und der Forschungstag an Bord des Forschungsschiffs Ludwig Prandtl. Dort konnten wir Messmethoden und Prozesse direkt im Feld kennenlernen und diskutieren.